Salafisten marschierten ungestört durch Hamburg-St. Georg

Mehr als 200 Anhänger der fundamental-islamischen Furkan-Gemeinschaft zogen am vergangenen Samstag durch den Hamburger Stadtteil St. Georg. Die von ihnen gewählte Route verläuft durch ein Gebiet, in dem Moscheen und Hijab-Stores das Straßenbild bestimmen.

Der Anmelder der Aktion ist dem Staatsschutz als Aktivist der Koranverteil-Aktionen bekannt. Diese dienten dazu, junge Leute für die wahre Religion zu gewinnen und den Gotteskrieg zu begeistern. Die Behörden gehen davon aus, dass im Prinzip alle in den Dschihad nach Syrien und den Irak ausgereisten Jugendlichen (und nicht mehr ganz so Jugendliche) mit der Koranverteil-Aktion „Lies“, die später verschiedene Ableger, Nachfolger, Trittbrettfahrer hatte, in Berührung gekommen sind. Das Verbot von „Lies“, bzw. der dahinter stehenden Organisation „Die wahre Religion“ versuchte ausgerechnet ein linker Anwalt zu verhindern: Der Menschenrechtsanwalt Hans-Eberhard Schulz, seines Zeichen Mitglied im „Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein“ (RAV). Der RAV rief zu der #unteilbar-Demo aufrief und trat dort mit einem Transparent mit der Aufschrift „Strafe schadet der Gesellschaft“ in Erscheinung. Ein super Beitrag zu einer Veranstaltung, die auch ein Statement gegen „Antifeminismus“ sein sollte, wo wir Feministinnen seit Jahrzehnten für konsequentere Verfolgung und Bestrafung von Gewalt- und Sexualstraftätern kämpfen. „Offene und freie Gesellschaft“, läuft! Jedenfalls für die Täter …

Weil ich es im Text nicht erwähnt habe, was allerdings unfair ist: Aufmerksam auf die Fundi-Truppe hat die Hamburger Bürgerschaftsfraktion der Partei DIE LINKE gemacht, konkret Cansu Özdemir mit einer kleinen schriftlichen Anfrage an den Senat, als die begannen, sich in Hamburg häuslich niederzulassen:

https://www.heise.de/tp/features/Der-Feind-meines-Feindes-ist-nicht-mein-Freund-4197450.html?seite=all&fbclid=IwAR0q8nutezq1stUA4-e7vD0l6ylJyAu3CguOBzQIFqhU5XKe8y1PvLGp0J8


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