LINKE bald mit Heiligenschein?

Die an die Linkspartei angebundene Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt für den 17. November 2018 zum „2. Religionspolitischem Kolloquium“ unter dem Motto „Neutralität – macht- Religiöse Vielfalt“ . Als Teilnehmende sind auch Organisationen, bzw. Akteure aus dem fundamental-islamischen Spektrum eingeladen. Wie wenig Berührungsängste Linke/LINKE mit dieser Szene haben, machte unlängst die #unteilbar-Demo deutlich. Auch dieses Kolloquium wird dominiert von Personen und Organisationen aus dem fundamental-islamischen Spektrum.

Interreligiöser Dialog hoch im Kurs bei der LINKEN
Wer sich nun wundert, wieso ausgerechnet DIE LINKE, bzw. die Rosa-Lux-Stiftung sich intensiv mit dem Thema Religion beschäftigt: Das ist weder neu noch besonders originell. Einige der geladenen ReferentInnen sind schon in der Vergangenheit als höchst interessiert am „interreligiösen Dialog“ in Erscheinung getreten, der Verbund mit fundamental-islamischen Organisationen kein Tabu mehr, seitdem die Hamburger Linksfraktion ihr Herz für die SCHURA (Rat der islamischen Gemeinschaften) entdeckte und sie seitdem wie eine aussterbende Spezies vor der Auflösung des Staatsvertrags mit dem Hamburger Senat verteidigt.
So lud die PDS Hamburg schon 2006 zu einem „interreligiösen Dialog“ ein. Die bei der Rosa-Lux-Tagung als Referentin geladene Christiane Schneider, migrationspolitische Sprecherin der Hamburger Linksfraktion, moderierte gemeinsam mit einer Vertreterin der SCHURA, die einen Hijab trug, die Veranstaltung. Es war aber keine gemeinsame Veranstaltung, sondern eine der PDS.
Auf dem Podium saßen Norbert Müller, Konvertit und Justiziar der SCHURA, dessen Aufgabe es ist, der erstaunten Öffentlichkeit die Kompatibilität von Grundgesetz und Scharia plausibel zu machen. Außerdem der Jude Rolf Verleger, der damals noch forderte, islamische Organisationen sollten sich von Selbstmordattentaten distanzieren, ansonsten sei er nicht bereit, mit ihnen zu diskutieren. Zudem der inzwischen verstorbene Horst Bethge und der Völkerrechtler Norman Paech.
Paech und Verleger trafen an jenem Abend das erste Mal aufeinander. Es dauerte nicht sehr lange und Verleger wurde zum Dauergast bei Tagungen der Friedensbewegung, obwohl er sich seinerzeit deutlich für den Jugoslawien-Krieg ausgesprochen hatte. Dessen Ablehnung ist quasi das Kerngeschäft der Friedensbewegung. Aber Verlegers Israel-Kritik wurde immer radikaler und der Professor aus Lübeck immer häufiger zu Veranstaltungen der Friedensbewegung geladen.
Die SCHURA ist ein Konglomerat aus mehr oder weniger allen islamischen Strömungen: sunnitischen, schiitischen, der Muslimbruderschaft (MB) nahestehenden und zu etwa ¼ Organisationen aus dem Spektrum der „Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“ (IGMG), dem türkischen Pendant zur MB.
Damals gab es heftige Auseinandersetzungen in der Friedensbewegung, weil einer der drei Vorsitzenden der SCHURA auf einen „Ungläubigen“, einen linken Iraner, Aktivist der Friedensbewegung, gewalttätig geworden war. Vor allem Iranische Linke warnten vor einer Zusammenarbeit mit der SCHURA und klärten über die Hintergründe der Mitgliedsorganisationen auf. Jedoch ohne Erfolg.
Der Hamburger Senat schloss einen Staatsvertrag mit der SCHURA, außerdem mit DITIB, der ihnen quasi Narrenfreiheit garantierte. Christiane Schneider „begrüßte“ den Staatsvertrag. Sie hält trotz aller Kritik an DITIB und auch an der IGMG bis heute daran fest.

Mit dem Segen des falschen Propheten
Die ebenfalls als Referentin angekündigte Christine Buchholz postete vor etwa 2 Jahren auf ihrem Facebook-Profil, wie sie mit der Fraktionskollegin Sabine Leidig eine Veranstaltung der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) besuchte. Laut Leidig sind sie dort gesegnet worden. Die AMJ sind eine muslimische Sekte mit Ursprung in Pakistan. Dort werden sie verfolgt, weil sie den Sektengründer als Propheten verehren. Das gilt im Islam quasi als Apostasie, weil es natürlich nur einen Propheten geben kann.
Die AMJ haben ein sehr orthodoxes Weltbild, Kinder werden bis zur Volljährigkeit als Eigentum der Sekte betrachtet, sexuelle Kontakte zwischen jungendlichen Jungen und Mädchen sind strikt untersagt, die Familien müssen ein Mitglied „opfern“, das dann sein oder ihr Lebtag lang Frondienste verrichten muss. In Hessen gab es vor Jahren einen Fall einer Ermordung einer jungen Frau, Lareeb Khan , die von ihren eigenen Eltern umgebracht wurde, weil sie eine sexuelle Beziehung zu einem Studenten unterhielt. Die Eltern waren beide in der AMJ-Gemeinde aktiv und fürchteten aus der Gemeinschaft verstoßen zu werden, wenn die Liebschaft ihrer Tochter bekannt würde. Also haben sie die junge Frau kurzerhand ermordet, weil sie nicht von ihrem Freundlassen wollte.
Aufgrund der Tatsache, dass sie in Pakistan tatsächlich verfolgt werden, gelingt es der AMJ immer wieder, sich als Opfer zu inszenieren. Zu ihrem kruden Weltbild gehört auch die Ablehnung von Homosexualität. Ein Besuch in einer Moschee der AMJ in Berlin gab Constantin Schreiber den Anstoß zu seinem „Moschee Report“. Interessanterweise stammen die meisten Informationen über diese Sekte von einer Mitarbeiterin der hessischen Linksfraktion.

Früh übt sich …
Mit von der Partie ist auch eine Vertreterin von „CLAIM Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit“, ein Projekt der Jungen Islam Konferenz. Diese wiederum ist ein kulturrelativistisches Projekt, das an einigen Schulen agiert und darauf abzielt, schon die Kids an die Allgegenwart der islamischen Realität in Deutschland zu gewöhnen. Verschleierte Mitschülerinnen, Verbot von Schwimm-Unterricht für diese, dehydrierte, weil fastende SchülerInnen während des Ramadans, Halāl-Speisen in den Schul-Kantinen, Gebetsräume. Fastenbrechen in der Aula, interreligiöse Gottesdienste, etc. Wenn sie schon in jungen Jahren daran gewöhnt sind, werden sie als Erwachsene der Ausbreitung der Scharia in unserer Gesellschaft keinen Widerstand entgegensetzen.

Rechtgeleitet von der Wiege bis zur Bahre
Als Teilnehmerin an einer der Podiumsdiskussionen ist Zeynep Cetin, Juristin und Projektleiterin des Netzwerkes gegen Diskriminierung und Islamfeindlichkeit (Inssan e.V.) angekündigt. Inssan e.V. gehörte auch zu den Organisationen, die zur #unteilbar-Demo aufgerufen haben. Das Netzwerk hat sich u.a. den Kampf gegen das Berliner Neutralitätsgesetz auf die Fahnen geschrieben.
Über den Verein schreibt Ralph Ghadban in seinem Buch „Arabische Clans – Die unterschätzte Gefahr“ in dem Kapitel „Das islamische Zentrum“ (ECON, S. 124 ff):
„Das islamische Zentrum ist mehr als eine Moschee, es ist eine Miniatur der islamischen Gesellschaft. Unter einem Dach vereint es verschiedene Aufgaben, die in der islamischen Welt auf unterschiedliche Institutionen verteilt sind. Die Konzeption des islamischen Zentrums wurde von Said Ramadan entwickelt, der der Schwiegersohn des Begründers der Muslimbruderschaft Hassan al-Bann war und der Vater von Tarik Ramadan, dem vorgeblichen Modernisierer des Islam in Europa. Ramadan gründete 1961 das erste islamische Zentrum in Genf, das den islamischen Zentren im Westen als Vorbild dient. Ein Jahr zuvor, 1960, hatte er die Moscheebaukommission in München mitbegründet, die später die ´islamische Gemeinschaft Deutschlands` (IGD) wurde und it ihren islamischen Zentren das Hauptmitglied des ´Zentralrats der Muslime` bildet. Die IGD steht der ägyptischen Muslimbruderschaft sehr nah.

Die islamischen Zentren bieten neben Koranschulen und Kulturverrichtung eine ganze Reihe anderer Leistungen an. Sie verkaufen islamische Bücher und Utensilien sowie Halāl-Lebensmittel; viel wichtiger aber ist ihr Angebot im Bereich der Bildung und Sozialarbeit. So werden Aufgaben der Mehrheitsgesellschaft in das Zentrum übernommen und in eigener Regie durchgeführt. Alphabetisierung in Deutsch und Arabisch; Computerkurse, Kindergarten, Schule sowie Jugendarbeit, Sport, Freizeitgestaltung, Frauenarbeit und Beratung in allen Lebenslagen finden dort statt. Ein beantragtes , aber nicht bewilligtes Zentrum der Organisation Inssan e.V. in Berlin beispielsweise hätte all diese Elemente umfasst, mit seiner Hilfe könnte ein Hartz-IV-Bezieher sein Leben von der Geburt bis zum Tod verbringen, ohne je in Kontakt mit Deutschen zu kommen (Ghadban hatte in einem vorherigen Kapitel erörtert, dass viele arabische Geflüchtete, insbesondere Mitglieder der berühmt-berüchtigten Clans, vorzugsweise von staatlichen Transferleistungen leben und kein Interesse an der Ausübung eines Berufes haben). Es fehlte nur das Altenheim.
Alle Aktivitäten des islamischen Zentrums basieren auf der Scharia – das ist der Unterschied zur Mehrheitsgesellschaft. Die Scharia ist ein abweichendes Wertsystem, das sich mehr oder weniger gegen unsere ´verdorbene` Gesellschaft richtet und sich als alternative zu ihr versteht. Die islamischen Zentren bilden das Gerüst der Parallelgesellschaft, sie sind auch die Basis für die Islamisierung der Gesellschaftsverhältnisse, deren Hauptanliegen darin besteht, die Geschlechtertrennung einzuführen, die wiederum den Grundstein der islamischen Gesellschaftsordnung darstellt. Hinter dem Kopftuch, das die Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit bedeutet, steckt ein archaisches Weltbild von der Frau als Sexobjekt, die den triebhaften Mann provoziert, deshalb muss sie sich verschleiern und von ihm ferngehalten werden. Zwischengeschlechtliche Kontakte müssen in dieser Ordnung von außen kontrolliert werden.“
Wie Ghadban schreibt, wurde das Zentrum von Inssan e.V. nicht genehmigt. Doch macht der Autor sehr deutlich, wes Geistes Kind die AnhängerInnen dieses Netzwerks sind.
Nicht nur im Hinblick auf Inssan e.V. stellt sich also die Frage: Was bitte gibt es mit denen zu bereden?


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